Rechtsberatung gilt als eine der traditionellsten Branchen überhaupt: schwer zugänglich, teuer und wenig transparent. Dass sich das ändern lässt, zeigt Flightright seit über einem Jahrzehnt. Jan-Frederik Arnold, CEO der AllRight-Gruppe, war zu Gast im Chefetage-Podcast. Wir haben darüber gesprochen, wie man Rechtsberatung als skalierbares Produkt denkt, was das für die Führung eines sehr diversen Teams bedeutet und warum das Unternehmen gerade auch politisch gefordert ist.

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Wie wird aus Recht ein skalierbares Business?

Der Ausgangspunkt ist so einfach wie überzeugend: Viele Menschen haben einen rechtlichen Anspruch, den sie nie durchsetzen, weil der Weg dorthin zu aufwendig und zu teuer ist. Flightright hat dieses Problem zuerst im Bereich Fluggastrechte gelöst und weitet das Modell unter der Marke AllRight inzwischen auf Arbeitsrecht und Verkehrsrecht aus. Das Prinzip: Routinearbeit automatisieren, damit sich Anwälte auf das Wesentliche konzentrieren können, ohne Kostenrisiko für den Verbraucher.

Was das für die Führung bedeutet, ist eine eigene Herausforderung. Über 300 Mitarbeitende aus den Bereichen Tech, Marketing und Recht arbeiten gemeinsam an einer Mission: Giving people access to justice.

Politisch steht die Gruppe gerade vor einer ungewohnten Aufgabe: Die EU diskutiert, die Verspätungsgrenze für entschädigungsberechtigte Flüge anzuheben und die Entschädigungssummen zu senken. Arnold und sein Team sind deshalb zunehmend in Brüssel präsent, um faktenbasiert in die Diskussion einzugreifen.

Zur Person: Jan-Frederik Arnold

Jan-Frederik Arnold wuchs in einem kleinen Dorf in der Nähe von Osnabrück auf, studierte BWL in St. Gallen und schloss einen Master an der London School of Economics an. Knapp sieben Jahre arbeitete er bei McKinsey, promovierte nebenher an der TU Hamburg über Venture-Capital-Investoren und versuchte sich zwischenzeitlich mit einem Startup für Managementsysteme in der Geflügelhaltung, einer Idee, die aus dem Tierarztberuf seines Vaters entstanden war. Heute ist er als angestellter CEO der AllRight-Gruppe tätig und versteht sich selbst als Unternehmer, auch wenn das Unternehmen nicht seines ist. Privat findet er seinen Ausgleich in der Familie, mit drei Kindern, und im Sport: Triathlon und Hyrox sind seine bevorzugten Disziplinen.

Das Unternehmen: Flightright & Allright

Flightright wurde 2010 in Potsdam gegründet und hat den Markt für die Durchsetzung von Fluggastrechten in Deutschland maßgeblich geprägt. Das Unternehmen hilft Reisenden, Entschädigungen bei Flugverspätungen und -stornierungen durchzusetzen, ohne Kostenrisiko und vollständig digital. Unter der Dachmarke AllRight hat die Gruppe ihr Angebot inzwischen auf Arbeitsrecht und Verkehrsrecht ausgeweitet. Mit über 300 Mitarbeitenden an Standorten in Berlin, Dänemark und Budapest zählt die AllRight-Gruppe zu den etablierten Legal-Tech-Unternehmen im deutschsprachigen Raum.

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